Willkommen im Kräutergarten

In unseren 32 Hochbeeten mitten auf dem LandWert Hof wachsen und gedeihen von Frühjahr bis in den Herbst hinein viele verschiedene Kräutersorten. Heimische Klassiker wie Schnittlauch, Salbei und Sauerampfer sind hier ebenso vertreten wie richtige Raritäten, zu denen auch die breitblättrige Platterbse zählt. Der farbenfrohe Schmetterlingsblütler kann nicht nur als Blumenschmuck für den Küchentisch verwendet werden; auch seine ausgereiften Hülsenfrüchte schmecken außerordentlich gut. Ein richtiger Alleskönner also!

 

Liebstock

Levisticum officinale

Der Liebstock stammt ursprünglich aus dem Nahen bis Mittleren Osten. Es ist eine kräftige, robuste und ausdauernde Staude. Er enthält ätherische Öle, Harze, Säuren und Bitterstoffe, wodurch er die Verdauung fördert und Krämpfe löst. In der Küche würzt man mit seinen Blättern, Blüten und Samen allerlei Speisen.
Warme Milch mit Honig durch einen hohlen Lieb- stock-Stängel genossen, wird vor allem von Kindern gern getrunken.

Name: Levisticum officinale
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Hauptblütezeit: Juli bis August
Sammelzeit: Kraut April bis Juli
Wurzel ab September Samen ab August
Verwendung: Salaten, Suppen, Saucen und Fleischgerichten

Echter Salbei

Salvia officinalis

Salbei ist seit dem Mittelalter als traditionelle Würz- und Heilpflanze bekannt. Ursprünglich ist er mediter- raner Herkunft.
Der verholzende, immergrüne Halbstrauch friert in unserem Klima regelmäßig ab. Charakteristisch sind seine silbergrünen, filzigen Blätter und der aromati- sche Geruch. Er besitzt antiseptische, adstringierende, sowie kräftigende Eigenschaften.
Seine Anwendungen vor allem bei Erkältungsbe- schwerden und Salbungen ist klassisch.

Name: Salvia officinalis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Hauptblütezeit: Juni bis Juli
Sammelzeit: Blätter April bis Juni
Blüte Juni bis Juli
Verwendung: Fisch- und Fleischgerichte, Tee, Sirup, Weinzusatz

Garten Sauer-Ampfer

Rumex scutatus

Der Sauer-Ampfer ist in ganz Mitteleuropa beheima- tet. Charakteristisch sind seine pfeil-förmigen Blätter die in Horsten zusammen-wachsen. Der hohe Gehalt an Vitamin C und Oxalsäure, welche den Blättern ei- nen säuerlich frischen Geschmack verleihen, sind für seinen Einsatz in der Küche ausschlaggebend.
Geerntet werden jedoch nur die jungen Blätter, da im Jahresverlauf der Oxalsäuregehalt zunimmt. Eine re- gelmäßige Beerntung und ein nicht übermäßiger Kon- sum, machen diese Pflanze zu einer dankbaren Kultur.

Name: Rumex scutatus
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse
Hauptblütezeit: Mai bis Juni
Sammelzeit: Blätter März bis Mai
Verwendung: Suppen, Saucen, Würze, Eis- creme, Erfrischungsgetränk

Zitronen Katzenminze

Nepeta citriodora

Die Katzenminze wurde bereits im Mittelalter in Kräu- tergärten angebaut und diente als Ersatz für die Me- lisse. Auch heute findet man sie noch in vielen Gär- ten. Erkennungsmerkmal dieser mehrjährigen Pflanze sind die kreuzgegenständigen, filzigen Blätter und die weißen, selten rosafarbenen Blüten. Der charakteristi- sche, zitronenartige Geruch beim Zerreiben der Blät- ter ist ebenfalls typisch für die Pflanze.
Der Name Katzenminze leitet sich von der Beobach- tung ab, dass sich Katzen zuweilen gerne darauf wäl- zen. Der Geruch soll Mücken fernhalten.

Name: Nepeta citriodora
Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Hauptblütezeit: Juli bis November
Sammelzeit: Triebe April bis Juni
Blüte Juli bis November
Verwendung: Salaten, Gewürz, Tee, Sirup, Likör, Aroma

Wald-Erdbeere

Fragaria vesca

Die Wald-Erdbeere ist eine krautige Pflanze mit weißer Blüte, dreiteiligen Laubblättern und roten Früchten. Ihre Frucht zählt zu den Sammelnüssen und zeichnet sich durch einen hohen Vitamin- sowie Mineralstoffgehalt aus.
In der Küche wird die Frucht wegen ihres vollmundigen Aromas seit alters her geschätzt. Im Mittelalter fand ihr Anbau großflächig statt, jedoch ohne die Größe der Früchte merklich zu verändern. Die großen Früchte der heute gehandelten Erdbeere verdanken wir der Entdeckung Amerikas.

Name: Fragaria vesca
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Hauptblütezeit: April bis Ende Mai
Sammelzeit: Blüten April bis Mai,
Blätter März bis April
Früchte Juni bis Juli
Verwendung: Tee, Salate, Gewürz, Fruchtsaft, Marmeladen, Speiseeis

Margerite

Chrysanthemum leucanthemum

Margeriten sind in ganz Europa verbreitet. Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die durch einen kanti- gen Stängel und spatenförmige Laubblätter auffällt. Die Blüte ist körbchenförmig, mit weißen Blütenblät- tern. In der Volksmedizin wurde die Margerite früher bei Erkältungen eingesetzt.
Heute ist sie eine beliebte Zierpflanze und findet in der Küche ihre Verwendung.
Vor allem ihre jungen Blatttriebe schmecken überra- schend fruchtig.

Name: Chrysanthemum leucanthe- mum
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Hauptblütezeit: Mai bis Oktober
Sammelzeit: Blüte Mai bis Oktober
Verwendung: Gemüse, Salat, Dekoration

Schnittlauch

Chrysanthemum leucanthemum

Der Schnittlauch ist als Küchengewürz bekannt. Er wurde bereits sehr früh in Kultur genommen und weltweit verbreitet. Seit dem frühen Mittelalter ist er auch in unseren Gärten allgemein verbreitet. Typisch sind die röhrenförmigen Laubblätter mit meist violet- ten, seltener weißen Blüten.
Er besitzt aufgrund enthaltener Lauchöle einen cha- rakteristischen Zwiebelgeschmack und variiert von fein bis scharf. Er ist ergänzend reich an Mineralstof- fen, Vitamin C und A und daher ein wohlschmecken- des Gewürz für allerlei Speisen.

Name: Allium schoenoprasum
Pflanzenfamilie: Liliengewächs
Hauptblütezeit: April bis Juli
Sammelzeit: Blätter ab März
Blüte April bis Juli Blütenknospen April bis Mai
Verwendung: Gewürz

Gelbrote-Taglilie

Hemerocallis fulva

Ursprünglich stammen die Taglilien aus Ostasien. Das Zentrum Ihrer Mannigfaltigkeit liegt in der Volksre- publik China, wo ihre Nutzung eine sehr lange Tra- dition besitzt. Sie ist eine langlebige, anspruchslose Staude, mit lanzettlichen Laub. Die zahlreichen Ein- zelblüten erblühen nur einen Tag. In der Küche kann die gesamte Pflanze mit Ausnahme des Stängels ver- wendet werden.
Die Blüten und Sprösslinge haben einen pfeffrig sü- ßen, die Wurzeln einen eher nussigen Geschmack. Junge Triebe werden als Ersatz für Lauch, die Wurzeln im Austausch für Kartoffel, die Blütenknospen roh als „Frucht“, die Blüten als Salat und die Samen als Sup- penbeigaben verwendet. Bei übermäßigem Konsum kann es zu Unverträglichkeiten kommen.

Name: Hemerocallis fulva
Pflanzenfamilie: Liliengewächse
Hauptblütezeit: Juni bis Juli
Sammelzeit: Blütezeit
Verwendung: Gewürz, Suppen, Gemüse